Hohe Schulden, sinkende Nachfrage nach Pistolen und Gewehren und vielleicht auch der falsche US-Präsident zwingen einen der ältesten US-Waffenhersteller nun in die Insolvenz!

Wo einst gute Stimmung in der Waffenindustrie herrschte, begünstigt durch einen mehrjährigen Boom im Waffenhandel, ist nun eher große Kater-Stimmung angesagt.

US-Waffenschmiede Remington kündigt Insolvenzantrag an

Remington, einer der größten US-Hersteller von Feuerwaffen und Munition, muss nun doch Gläubigerschutz beantragen, so WideOpenSpaces aus den USA.. Die über zwei Jahrhunderte alte Traditionsmarke leidet unter hohen Schulden und sinkenden Verkäufen, wir berichteten schon in 2017.

Pro Gun Präsident Trump schlecht fürs Geschäft

Hohe Schulden und die sinkende Nachfrage nach Kurzwaffen und Gewehren zwingen einen der ältesten US-Waffenhersteller in die Insolvenz. Die Remington Outdoor Company kündigte am Montag einen Antrag auf Gläubigerschutz an. Die Wurzeln der Traditionsmarke reichen bis ins Jahr 1816 zurückreichen.

Bei laufendem Geschäftsbetrieb Abbau des Schuldenbergs

Der Schritt sei Teil eines mit Banken und Investoren vereinbarten Abkommens, teilte Remington diese Woche mit. Der Rettungsplan soll die Schulden um 700 Millionen Dollar (runde Euro 570 Millionen) senken und über Hundert Millionen Dollar an neuem Kapital zur Aufrechterhaltung des laufenden Geschäftsbetriebs aufbringen.

Remington gehört der Beteiligungsgesellschaft Cerberus, diese hatte das Unternehmen 2007 gekauft, suchte aber schon seit Jahren vergeblich nach einem potenten Käufer. Im Rahmen der jetzigen Insolvenz soll Remington von Geldgebern übernommen werden. Der Betrieb werde nicht gestört, Rechnungen und Löhne würden weiterbezahlt, versicherte die Konzernleitung.

Präsident Obama war "besser" fürs Geschäft

Die gesamte US-Waffenindustrie leidet seit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA unter sinkenden Verkäufen. Obwohl Trump "pro gun" ist und die Rechte der Waffenbesitzer achtet, ist dadurch der Verkauf gesunken. Experten erklären den Rückgang der Nachfrage mit weniger Angst vor strikteren Waffengesetzen. Wegen der Aussicht auf strengere Regulierung hatten sich Amerikaner während der Amtszeit von Barack Obama und insbesondere während Trumps Wahlkampfs mit der Rivalin Hillary Clinton in großem Stil mit Waffen eingedeckt, dies befeuerte natürlich auch die Umsätze der Branche. 



Quelle: wideopenspaces
Photo Credit: American Rifleman Video Screenshot