Das russische Staatsunternehmen Rostec hat seine Anteile am Kalaschnikow Konzern auf eine reine Sperrminorität reduziert.

Mit der weiteren Privatisierung könnte der russische Waffenhersteller wieder Zugang zum gesamten US-Markt erhalten.

Kalaschnikow: Russland gibt nun Mehrheitsanteile ab

Rostec hat seine Mehrheitsanteile beim Waffenhersteller Kalaschnikow Konzern im Feber 2018 von 51 % auf 25 % plus eine Aktie reduziert. Die Mehrheit der Anteile der Unternehmensgruppe kauften Privatinvestoren, darunter auch der Unternehmenschef Alexey Krivoruchko. Der 2013 neu geschaffene russische Konzern Kalashnikow meldete schon in den letzten Jahren gute Ergebnisse. Der Konzern will nun weitere Anteile an einen seiner beiden Direktoren, den russischen Milliardär verkaufen, so soll Bokarev 74,9% der Anteile übernehmen.

Neuer Kalashnikow Eigentümer steht auf keiner „Black-List“

Der neue Eigentümer steht nach Angaben des Unternehmens auf keiner „Black-List“ in den USA oder bei Europäischen Regierungen, was den Weg für Kalashnikow in die USA, für einen Waffen Export, schaffen soll. Insider behaupten, dass durch die jetzige Privatisierung des Unternehmens diese verhängten Sanktionen umgangen werden sollen.

Allerdings wurde die ursprüngliche Entscheidung, den Kalaschnikow Konzern teilweise zu privatisieren, bereits im Jahr 2013 getroffen. Welche konkreten Auswirkungen diese weitergehende Privatisierung auf den internationalen, weltweiten Vertrieb der Waffen des Kalaschnikow Konzerns haben werden, kann man aktuell nur sehr schwer abschätzen, aber ein Teilzugang zum US-Markt könnte sich dadurch mittelfristig ergeben. 




Quelle: Presseaussendung Kalaschnikow
Photo Credit: Kalaschnikow