Änderung des Waffengesetzes nun auf Schiene

Die letzte Fassung des Entwurfes der Änderungen zum Waffengesetz 1996 wurde nunmehr zwischen den Koalitionsparteien abgesegnet.

Änderungen nun auf Schiene

Wie es sich in den letzten Tagen abgezeichnet hat, ist die letzte Fassung des Entwurfes zur Änderungen des aktuellen Österreichischen Waffengesetzes nunmehr zwischen den beiden Koalitionsparteien abgesegnet worden.

Wie es die EU in der Waffenrechtsrichtlinie fordert, wird es wesentliche Verschärfungen vor allem im Zusammenhang mit halbautomatischen Waffen (Magazinkapazität bei Langwaffen und Pistolen) geben.

Auch hausgemachte Verschärfungen, die schon lange in Österreich gefordert werden, sind neu festgeschrieben worden (z. B. Erschwerungen beim Psychologischen Test). Aber auch relevante Verbesserungen kommen auf uns zu, was positiv ist!

Wichtigsten Neuerungen

Magazine mit großer Kapazität – maximal 20 Schuß bei Faustfeuerwaffen, zehn bei halbautomatischen Langwaffen – werden verboten. Es wird aber nicht nur das Magazin verboten, sondern auch die Waffe selbst.

Nach einer Übergangsfrist sind die Magazine bei der Behörde zu melden, "dürfen" aber im Regelfall behalten werden. Die dazugehörige Waffe wechselt damit aber in die Kategorie A. Für den Altbesitz wird aber eine Genehmigung erteilt.

Anders als beim Verbot der Pumpguns, die de facto nicht mehr zu verkaufen waren, hängt die Einstufung der Waffe selbst nur vom Magazin ab. Vernichtet man die mit mehr als 10 Schuss, ist die Waffe “nur” Kategorie B und kann von anderen Berechtigten mit Waffenbesitzkarte oder Waffenpaß weiterhin erworben und mit den “kleinen” erlaubten Magazinen verwendet werden.

Psychotest wird erschwert

Der Psychotest für die Erlangung einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenpasses kann nicht mehr ohne weiteres beliebig oft wiederholt werden.

Neben der Einführung einer Wartefrist von 6 Monaten für ein erneutes waffenpsychologisches Gutachten gibt es eine Sperre für den Bewerber nach dem dritten negativen Antritt!

Justizwachebeamte und Militärpolizisten

Justizwachebeamte und Militärpolizisten müssen in Zukunft nicht mehr einen Bedarf zum Führen einer Faustfeuerwaffe nachweisen, sondern bekommen wie Polizisten einen Waffenpaß.

Auch werden die deutschen Regeln betreffend das Führen von Faustfeuerwaffen bei der unmittelbaren Jagdausübung übernommen. Nur mit einer Waffenbesitzkarte wird es bei der unmittelbaren Jagdausübung im Revier erlaubt sein, eine Faustfeuerwaffe mitzuführen.

Eine weitere Verbesserung für die Jägerschaft: auch für “Nicht-Berufsjäger” wird es möglich sein, eine Bewilligung für einen Schalldämpfer zu bekommen.

Am Montag soll der Entwurf offiziell in Begutachtung gehen!


Artikel: IWOE.at

Fotos: Pixabay